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Spannender hätte am Samstag Nachmittg in Antholz der Massenstart der Männer nicht sein können. Gleich drei Athleten sprinteten nach 15 km vor rund 20.000 begeisterten Zuschauern um den Sieg: Am Ende hatte der Deutsche Andreas Birnbacher die Nase vorne, 0,1 Sekunden vor dem Russen Anton Shipulin und 0,3 Sekunden vor dem Franzosen Martin Fourcade. Der einzige Italiener im Rennen, der Montaler Lukas Hofer, ließ acht Scheiben stehen und musste sich mit dem 30. und zugleich letzten Platz begnügen.
Zwei Rennen, zwei Siege für Andreas Birnbacher. Nach dem Erfolg im Massenstart in Oberhof, wiederholte er sich heute auch in Antholz. Es war aber ein sehr hart umkämpfter Sieg für den 30-Jährigen aus Schleching, denn beim letzten Schießen führten noch Martin Fourcade und Fredrik Lindström. Beide schossen aber einmal daneben und so konnte sie Birnbacher noch einholen und dann im Schlusssprint bezwingen. Für den Deutschen war es der dritte Saisonsieg, der erste in Antholz, wo er noch nie gewonnen hat und als bisher bestes Ergebnis einen zweiten Platz, immer im Massenstart, vor fünf Jahren, aufweisen konnte.
Heute wurde hingegen der Russe Shipulin Zweiter. Damit hat er seine Medaillensammlung in Antholz komplett, denn im Vorjahr gewann er auf dieser Strecke den Sprint und wurde im Massenstart Dritter. Dazu kommt noch Rang 4 im Sprint in der Saison 2009-2010. Vorjahressieger Martin Fourcade musste sich mit dem dritten Platz zufrieden geben, konnte aber seinen Vorsprung in der Weltcup-Gesamtwertung auf Svendsen (heute nur 14.) auf 27 Zähler ausbauen.
Der gestrige Sprint-Sieger Fredrik Lindström aus Schweden wurde heute Vierter vor dem Tschechen Michal Slesingr. Zu erwähnen bleibt auch der 10. Rang von Ole Einar Björndalen. Lukas Hofer sollte hingegen das heutige Rennen so schnell als möglich vergessen, denn mit acht Fehlern am Schießstand und fast fünf Minuten Rückstand auf Birnbacher wurde er 30.
Morgen findet in Antholz der letzte Wettkampftag statt. Um 12 Uhr bestreiten die Frauen den Massenstart, drei Stunden später beenden die Männer mit der 4x7,5-km-Staffel die Antholzer Biathlon-Weltcupwoche.
Ergebnisse Massenstart Männer - Antholz (21. Jänner 2012)
1. Andreas Birnbacher (GER) 38.45,7 (1)
2. Anton Shipulin (RUS) +0,1 (1)
3. Martin Fourcade (FRA) +0,3 (1)
4. Fredrik Lindström (SWE) +2,4 (1)
5. Michal Slesingr (CZE) +12,7 (0)
6. Dmitry Malyshko (RUS) +16,0 (2)
7. Jaroslav Soukup (CZE) +20,9 (2)
8. Alexis Boeuf (FRA) +31,6 (2)
9. Jakov Fak (SLO) +32,7 (3)
10. Ole Einar Bjoerndalen (NOR) +33,0 (2)
30. Lukas Hofer (Montal/ITA) +4.55,5 (8)
Stimmen zum Rennen
Andreas Birnbacher:
Das Rennen heute hat mich sehr an 2007 hier in Antholz erinnert, als ich Zweiter wurde. Heute hatte ich die Nase vorn und ich bin glücklich, dass es sowohl im Schießen als auch im Laufen so gut geklappt hat. Ich bin älter und es ist weniger stressig und ich denke, dass meine Ruhe daher kommt. Die Fans sind natürlich super, denn sie feuern uns immer an, auch wenn es Mal nicht so gut läuft. Aber so, wenn man erfolgreich ist, dann ist es natürlich noch schöner. Ob ich an den Gesamt-Weltcup denke? Nein, das ist noch weit weg. Ich werde alles geben und kämpfen, aber es gibt einen Haufen guter Athleten, die am Ende ganz oben stehen können.
Anton Shipulin:
Ich habe mir am Ende gedacht, dass ich mich in eine gute Position bringen muss und das ist mir gelungen. Auf der letzten Runde habe ich mich in guter Gesellschaft befunden und war überzeugt, dass ich es auf das Podium schaffen kann. Und so war es auch. Ich bin jetzt einfach nur überglücklich, dass ich es gepackt habe. Und vor allem bei den letzten beiden Schießen war meine Leistung top.
Martin Fourcade:
Ob ich viel mental arbeite, weil ich heuer so stark bin? Nein, meine Freundin ist die beste Psychologin und deshalb brauche ich hier keine professionelle Hilfe. Ich habe ein starkes Team, mit dem ich mich bei jedem Training messen kann und das hilft, um ganz vorne zu sein. Heute wusste ich von Beginn an, dass es schwer wird, denn ich befand mich mit Anton und Andi in einer Gruppe. Andi war heute für mich einfach nicht zu schlagen. Er ist wie ein guter Wein – je älter er wird, desto besser ist er.
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