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17.12.2002
Ivica Kostelic siegt in Sestriere
Ivica Kostelic

Mit dem Sieg von Ivica Kostelic ist am Montagabend in Sestriere die K.o.-Slalom-Weltcup-Premiere der Herren zu Ende gegangen. Der 23-jährige Kroate setzte sich bei seinem vierten Sieg (alle im Slalom) mit dem Minimalvorsprung von 1/100 Sekunde auf den italienischen Lokalmatador Giorgio Rocca durch, der Norweger Truls Ove Karlsen (+0,25 Sek.), der sein bestes Weltcup-Resultat erzielte, komplettierte als Dritter das Podest. Als bester Österreicher landete Heinz Schilchegger (+0,70), der als einziger ÖSV-Läufer den Sprung ins Neuner-Finale geschafft hatte, auf dem achten Rang.

So gut wie nur negative Äusserungen gab es zum neuen K.o.-Modus. "Da fährt man drei Mal unter die ersten Drei, muss im Finale zuschauen und ist am Ende Zehnter. Das ist einfach unfair", ärgerte sich der Österreicher Pranger, der in der Qualifikation Zweiter, im ersten K.o.-Durchgang Schnellster und im zweiten dann von der Zeit her Dritter war: Allerdings war der direkte Konkurrent Karlsen noch um 6/100 schneller als der Tiroler. "Der Slalom ist ein gutes Produkt, das man nicht ändern braucht", schloss sich Albrecht der Kritik von Pranger an, und auch Benjamin Raich, der auf dem 21. Platz landete, meinte: "Der Modus ist schwer durchschaubar und nicht fair!" Schilchegger war zwar mit seiner Leistung "zufrieden", doch nicht mit der Premiere. "Dieser Modus wird sich sicher nie durchsetzen", prophezeite der Salzburger.

Sestriere-Sieger Ivica Kostelic's Start war bis zuletzt fraglich. "Ich hatte am Morgen noch große Probleme mit dem Rücken und konnte nicht stehen", berichtete der Slalom-Weltcup-Sieger der abgelaufenen Saison. "Mit Massagen wurde es dann besser, aber im ersten Qualifikationslauf hatte ich noch Schmerzen. Abends war es dann viel besser." Auch Kostelic kritisierte das K.o.-System, das im Neuner-Finale nicht mehr angewendet wird. "Der Quali-Slalom kann wegen der kleinen Differenzen spektakulär sein, aber der Weltcup soll nicht kleiner werden, sondern größer. Nur neun Leute im Finale, das ist zu exklusiv." Sogar FIS-Renndirektor Günther Hujara sagte, dass der Bewerb "keine große Zukunft" habe.

Als bester Südtiroler kam Hannes Paul Schmid auf den 28. Platz.


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