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30.08.2010
Dreifachsiegerin Irene Senfter nimmt mit neuer Partnerin erstmals Ostroute in Angriff

Beim 6.GORE-TEX® TRANSALPINE-RUN, der am Samstag in Ruhpolding beginnt und nach acht Tagen, 295 km und 18.000 Höhenmetern in Sexten zu Ende geht, stellt Südtirol 16 Teilnehmer. Das sind vier mehr als 2009. Darunter befindet sich auch Irene Senfter. Senfter hat die schwierige Alpenüberquerung zu Fuß, mit unterschiedlichen Partnerinnen (Annemarie Gross, Petra Theiner), auf der Westroute bereits drei Mal gewonnen. Die Lananerin hat sich heuer erst im letzten Augenblick für eine Teilnahme entschieden. Sie nimmt erstmals die Ostroute von Ruhpolding nach Sexten mit einer neuen Teampartnerin in Angriff.

Frage: Warum haben Sie sich so spät für eine Teilnahme entschieden

Irene Senfter: Ich wollte heuer eigentlich nicht am GORE-TEX® TRANSALPINE-RUN teilnehmen, aber aufgrund meiner guten Form im Sommer habe ich dann doch Lust auf die Ostroute bekommen. Mein verständnisvoller und sportbegeisterter Chef hat mir kurzfristig eine Woche Urlaub gewährt und so bin ich nun wieder mit dabei.

Sie starten in diesem Jahr mit einer neuen Partnerin

Ursprünglich wollte ich mit Petra Theiner laufen, mit der ich 2009 gewonnen hatte. Petra befand sich aber aus gesundheitlichen Gründen im Trainingsrückstand. Der Transalpine-Run wäre deshalb ein zu brachialer Wiedereinstieg gewesen. So bin ich auf Edeltraud Thaler gekommen, die in den Südtiroler Laufkreisen bestens bekannt ist. Sie hat ein gutes Trainingsniveau und muss sich nicht speziell auf den GORE-TEX® TRANSALPINE-RUN 2010 vorbereiten.

Wie sind Ihre Erwartungen?

Heuer bin ich mit den Prognosen sehr vorsichtig: Zum einen, weil die Alpenüberquerung länger ist als gewohnt; zum anderen, weil kein Bergsprint vorgesehen ist, weshalb wir überhaupt keine Verschnaufpause haben. Ich habe einen brutalen Respekt vor meinem Körper, dem immerhin acht volle Tage Höchstleistung abverlangt werden. Unser Ziel ist es, gut und gesund durchzukommen. Deshalb werden wir die ersten 3-4 Tage langsam angehen. Mal schauen, was daraus wird…

Was motiviert Sie?

Die Neugierde spielt heuer eine große Rolle. Ich bin die Ostroute noch nie gelaufen. Sie führt in Etappenorte, die ich gar nicht kenne, ausgenommen natürlich diejenigen, die in Südtirol liegen. Es reizt mich neue Orte kennen zu lernen und es freut mich, mit einer neuen Partnerin zu laufen. Das ist ein einmaliges Erlebnis und bedeutet ein neues Abenteuer. Dazu kommt der Transalpine-Tross. Wir sind wie eine Familie, eine Art „Zirkus“, der sich über die Alpen verschiebt. Es wird aufregend.

Worin liegen die Schwierigkeiten dieser einzigartigen Alpenüberquerung?

Zunächst braucht es Kondition und Durchhaltevermögen. Das alleine genügt aber nicht, denn man muss sich auch beim Abwärtslaufen die richtige Technik aneignen, um am nächsten Tag nicht total erschöpft zu sein. Das wird von vielen unterschätzt. Darin war Annemarie Gross, meine ehemalige Partnerin, eine Meisterin. Sie hat mir beigebracht, wie man abwärts läuft. Ich habe viel dazugelernt und trainiere, seitdem, auch bergab. Edeltraud, meine diesjährige Partnerin, ist hingegen bergauf besonders stark und wir hoffen daher einander gut zu ergänzen.

Wie schätzen Sie die Konkurrentinnen ein?

Beim Durchlesen der Startliste überkam mich ein mulmiges Gefühl…Da sind einmal meine Landsfrauen aus Sexten, Martina Pfeifhofer und Elisabeth Egarter, die Zweitplatzierten des vergangenen Jahres. Dann Regine Schlump und Carmen Schindler (3.Platz 2009) sowie Barbara Tassani-Prell, die heuer in der Damenkategorie gemeinsam mit Waltraud Berger startet. Dann ist da noch ein kanadisches Team, „die große Unbekannte“, das uns das Leben ebenfalls schwer machen wird.


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