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Nach dem dritten Finalsieg ist der HC Bozen nur mehr einen Schritt vom großen Triumph entfernt, sprich dem Titelgewinn in der 78. Serie-A-Saison. Der HC Pustertal ist am Donnerstag zum Siegen gezwungen, um eine vorzeitige Meisterfeier in der Eiswelle zu verhindern.
(2) HC Bozen - (1) Fiat Professional Wölfe
Der HCB hat seine Kritiker Lügen gestraft und die ersten drei Finalspiele überraschend für sich entschieden. Nach dem zweiten Auswärtssieg in der Leitner-Solar-Arena können die Weiß-Roten bereits am Donnerstag vor heimischem Anhang den totalen Triumph einfahren. Obwohl bislang ohne Erfolgserlebnis, hat der HC Pustertal Bozen in den bisherigen Aufeinandertreffen stets Paroli geboten. Am Dienstag schrammten die Wölfe in der Overtime nur hauchdünn am ersten Finalsieg vorbei.
Die Zuschauer in Bruneck und Bozen bekamen bislang eine packende Serie geboten, in der feine Nuancen über Sieg und Niederlage entschieden. In der gefüllten Eiswelle könnte nun der vierte und entscheidende Akt des Finalkrimis geschrieben werden - sofern die Füchse mit ihrem zwölften Sieg im zwölften Play-off-Match den Meistertitel unter Dach und Fach bringen. Die Hoffnungen der HCB-Fans ruhen erneut auf dem überragenden Offensivtrio Giliati-Knackstedt-Sharp. Die drei Kanadier verkörpern all das was einen Klasse-Stürmer auszeichnet: Tordrang, Technik, Einsatzwille und das nötige Auge für die Defensivarbeit. Diese Attribute bekamen die Verteidiger des HC Pustertal bisweilen knüppelhart zu spüren. Der Erfolgsgarant des Rekordmeisters war bisweilen allerdings ein anderer, nämlich Torhüter Matt Zaba, der auch in Spiel drei mehrfach über sich hinauswuchs. In Hinblick auf das bevorstehende Duell am Donnerstag bangt HCB-Coach Adolf Insam um den Einsatz des angeschlagenen Mark McCutcheon. Sollte er fehlen, muss der Grödner Übungsleiter den zweiten und dritten Angriffsblock umbauen.
Während der HC Bozen den 19. Meistertitel ins Visier genommen hat, stand bei den Wölfen nach der dritten Niederlage zunächst Wundenlecken an. Der HC Pustertal steht vor dem vierten Spiel mit dem Rücken zur Wand. Wer die Pustertaler allerdings bereits auf der Verliererstraße wähnt, zieht voreilige Schlüsse, denn die HCP-Cracks haben in dieser Saison bereits mehrfach tolle Moral bewiesen und sich mit unbändigem Teamgeist aus schwierigen Lagen befreit, so auch am Dienstag als ein 0:2-Rückstand wett gemacht wurde. Alles in allem blieben aber erneut viel zu viele Chancen ungenutzt. Im bisherigen Verlauf der Finalserie gaben die Gelb-Schwarzen stets einen ebenbürtigen Gegner ab, nun will man sich endlich für den enormen Arbeitsaufwand mit den nötigen Treffern zu belohnen. Der erste Sieg ist längst überfällig. Kivelä wird beim Gastspiel in Bozen erneut versuchen, alle Register zu ziehen, um das drohende Saisonaus abzuwenden. Man darf gespannt, sein welchen Spieler er diesmal aufgrund der Ausländerregelung vom Spielerbogen streichen wird. Ein kleines Fragezeichen steht auch noch hinter dem Einsatz von Willeit, der zuletzt aufgrund von Darmproblemen passen musste.
Das vierte Finalspiel zwischen Bozen und Pustertal wird live auf RaiSport 2 zwei ausgestrahlt. Zudem kann der Spielverlauf per Live-Schaltung auf Radio NBC verfolgt werden.
Serie A Škoda – Finale, Spiel 4 – Donnerstag, 12 April
Eiswelle in Bozen, 20.30 Uhr
(2) HC Bozen - (1) Fiat Professional Wölfe
Schiedsrichter: Cassol und Metelka
Linienrichter: Waldthaler und Biacoli
Stand in der Best-of-seven-Serie: 3:0
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