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11.04.2012
Die Füchse gewinnen auch das dritte Finale gegen die Wölfe

Stefano Giliatis Treffer zum 3:2 nach 69.58 Minuten in der Verlängerung hat am Dienstagabend eine schwere Hypothek auf den 19. Meistertitel für die Talferstädter gelegt. Denn nun führt der HC Bozen in der Serie 3:0 und ist damit nur noch einen Sieg vom Triumph entfernt. Die Wölfe kämpften tapfer, hatten unter dem Strich auch wieder mehr vom Spiel – doch am Ende waren die Gäste wie schon in den beiden vorangegangenen Partien das abgebrühtere Team.


Wölfe Fiat Professional Pustertal – HC Bozen 2:3 n. V. (0:1, 1:1, 1:0, 0:1)

Wölfe Fiat Professional Pustertal: Mikko Stromberg (Hannes Hopfgartner); Matt Kelly, Armin Helfer, Olivier Magnan, Armin Hofer, Fredrik Persson, Christian Mair; Giulio Scandella, David Ling, Max Oberrauch, Joe Jensen, Joseph Cullen, Patrick Bona, Lukas Crepaz, Nate Di Casmirro, Lukas Tauber, Thomas Erlacher, Viktor Schweizer;
Coach: Teppo Kivela

HC Bozen: Matt Zaba (Günther Hell); Brandon Rogers, Alexander Egger, Christian Borgatello, Andrea Ambrosi, Daniel Fabris; Stefano Giliati, Jordan Knackstedt, Mac Gregor Sharp, Marco Insam, Mark McCutcheon, Anton Bernard, Stefan Zisser, Enrico Dorigatti, Christian Walcher, Tuomo Harjula, Derek Edwardson, Federico Demetz;
Coach: Adolf Insam

Tore: 0:1 Jordan Knackstedt (19.29), 0:2 MacGregor Sharp (26.06), 1:2 Olivier Magnan (28.49), 2:2 Max Oberrauch (43.24), 2:3 Stefano Giliati (69.58)

Nach zwei Siegen des HC Bozen in der Finalserie standen die Wölfe am Dienstag im dritten Aufeinandertreffen zwischen den beiden besten Mannschaften des Grunddurchgangs mit dem Rücken zur Wand. Für die Gastgeber zählte in der Leitner-Solar-Arena nur der Sieg. Bei Pustertal schickte Coach Kivelä als überzähligen Ausländer Watson auf die Tribüne und gab Magnan etwas überraschend den Vorzug, während Willeit aufgrund von Darmproblemen außer Gefecht war. Bozen musste Meyers vorgeben, Insam stellt aber im Gegensatz zum Samstag Edwardson auf.
In der überquellenden Arena in Bruneck ging es von der ersten Sekunde an richtig zur Sache. Zunächst zwang zwei Mal Ling den Bozner Torhüter Zaba zu einer Glanzparade, ehe Kelly den Goalie der Füchse prüfte. Auf der Gegenseite war Strömberg mit dem Beinschoner nach einem Harjula-Schuss auf dem Posten, ehe Knackstedt den Rebound nicht im Tor unter brachte, nachdem er einen Gegner bereits aussteigen hatte lassen. Auch danach blieb der Rhythmus hoch und die Hausherren hatten das erste Power Play des Abends, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Kaum waren die Füchse wieder vollzählig, prüfte Dorigatti Pustertal Goalie mit einem Schuss, den dieser jedoch abwehren konnte. Danach verflachte die Partie ein klein wenig: Pustertal kontrollierte den Puck, doch die Bozner Abwehr stand sicher. Auch jeweils zwei Power-Play-Situationen auf beiden Seiten blieben ungenutzt. Dann, 31 Sekunden vor der ersten Sirene, fiel die Führung für die Gäste wie aus heiterem Himmel. Giliati zündete auf der linken Seite den Turbo, passte die Scheibe in die Mitte, wo Knackstedt direkt abzog. Mit diesem knappen Vorsprung für die Weiß-Roten ging es in die Kabinen.
Auch im zweiten Drittel wurde ein tolles Eishockey zelebriert. Scandella hatte nach nicht einmal zwei Minuten das Pech gepachtet, als er den Puck an das Kreuzeck knallte. In Unterzahl stürmte wenig später Jensen auf das von Zaba gehütete Tor los, doch Borgatello konnten ihn gerade noch abfangen. Die Aktion lief weiter und auf der Gegenseite schlug der berüchtigte erste Block der Talferstädter zu. Knackstedt legte die Scheibe von der rechten Seite in die Mitte auf Sharp, der sich nicht zwei Mal bitten ließ. 2:0 für die Gäste nach 26.06 Minuten. Der zweite Gegentreffer schockte die Hausherren aber keinesfalls, im Gegenteil. Nun spielten die Pusterer noch beflügelter und in der 28.49 Minute durften auch sie jubeln, nachdem sie einen wahren Sturmlauf auf Zaba eröffnet hatten. Ausgerechnet Olivier Magnan war es, der dem schier unbezwingbaren Bozner Goalie das Nachsehen gab und den dritten Abpraller nach Schüssen von Crepaz und Tauber verwertete. Danach aber wieder das gewohnte Bild. Die Pusterer Angreifer bestürmten das Bozner Gehäuse, doch am Ende blieb immer Zaba der Sieger. So hatten Jensen, Kelly, Bona, Scandella und Cullen den Torjubel schon auf den Lippen. Die letzte Chance gehörte dann den im zweiten Drittel weitgehen blassen Gästen. Knackstedt war es, der Strömberg zu einer Großtat zwang. Mit der 2:1-Führung für die Weiß-Roten ging es in die Kabinen.
Der dritte Spielabschnitt verlief zunächst sehr ausgeglichen, ehe Pustertal das Zepter wieder in die Hand nahm. Nachdem dann auch noch die Wölfe mit einem Mann mehr auf dem Eis agieren konnten, klingelte es im Kasten von Zaba. Diesmal war es Oberrauch, der dem Bozner Torhüter mit einem satten Schuss das Nachsehen gab. Nach dem Ausgleich spielte Bozen zwei Mal mit einem Mann mehr (zehn Sekunden sogar fünf gegen drei), doch Harjula und McCutcheon konnten aus ihren Chancen kein Kapital schlagen. In der 50. Spielminute hätte Knackstedt die Gäste in Führung bringen können, doch der Pfosten verwährte ihm in Unterzahl den Torerfolg. Danach blieb die Partie schnell, doch Zählbares kam nicht heraus. So ging es in die Verlängerung.
Auch dort waren die Wölfe die dominierende Mannschaft, doch an den sehr defensiven Boznern bissen sich Oberrauch und Co. immer wieder die Zähne aus. Zu allem Überfluss musste in der 70. Minute Magnan nach einem Bodycheck mit einer Zeitstrafe vom Eis und jetzt schlugen die Gäste eiskalt zu. Giliati netzte nach herrlicher Knackstedt-Vorarbeit ein und bescherte den Boznern den vielumjubelten Sieg (69.58). Es war übrigens der elfte Erfolg der Weiß-Roten im Play Off. Damit ist die Insam-Truppe in der K.O.-Runde noch immer unbesiegt.


Serie A Škoda, 3. Play Off Finale (best of seven) – Dienstag, 10. April

(1) Wölfe Fiat Professional Pustertal – (2) HC Bozen 2:3 n.V. (0:1, 1:1, 1:0, 0:1)
In der Serie führt Bozen mit 3:0.


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