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07.04.2012
Mailand gewinnt die Serie A2 Skoda

Spiel 6 im Finale der Serie A2 Skoda: Tommaso Migliore setzte dem Nervenkrimi nach 82 Minuten und 12 Sekunden ein Ende und bescherte Mailand den entscheidenden Sieg, nachdem Gröden bis dahin beim Stand von 1:1 tapfer die Stirn bot.

(4) HC Gherdeina - (2) Hockey Milano Rossoblù 1:2 n.V. (1:0, 0:1, 0:0, 0:0, 0:1)

HC Gherdeina: Florian Großgasteiger (Benjamin Saurer); Derek Eastman, Fabrizio Senoner, Mikeol Moroder, Daniel Spinell, Marco Senoner, Davide Caprioli, Gabriel Lang; Jamie Schaafsma, Patrik Wallenberg, Julian Mascarin, Thomas Spinell, Rupert Stampfer, Kevin Senoner, Ivan Demetz, Benjamin Kostner, Andreas Wanker, Joel Brugnoli, Fabio Kostner, Gabriel Vinatzer, Davide Holzknecht;
Coach: Erwin Kostner

HC Milano Rossoblù: Pasquale Terrazzano (Mattia Mai); Ryan Constant, Andreas Lutz, Alessandro Re, Kimmo Pikkarainen, Federico Betti, Peter Stimpfl, Francesco Borghi, Niccolò Latin; Luca Ansoldi, Peter Klouda, Tommaso Migliore, Edoardo Caletti, Manuel Lo Presti, Peter Wunderer, Daniel Peruzzo, Michael Mazzacane, Marcello Borghi, Nicolò Lo Russo;
Coach: Massimo Da Rin

Tore: 1:0 Benjamin Kostner (18.25), 1:1 Ryan Constant (27.32), 1:2 Tommaso Migliore (82.12)


Im Pranives-Stadion von Wolkenstein stieg am Freitagabend der sechste Finalakt in der mitreisenden Serie zwischen Gröden und Mailand. Die Ladiner konnten im letzten Heimspiel der Saison auf sämtliche Kaderspieler zurückgreifen, während bei Mailand Migliavacca aus Arbeitsgründen passen musste.
Die Grödner starteten unglaublich aggressiv in die Begegnung und fanden bereits nach 55 Sekunden die erste Torchance vor. Benjamin Kostner lenkte den Puck ins Netz, doch die Schiedsrichter erkannten den Treffer nicht an. Gröden ließ weiter nicht locker und drängte Mailand weit vors eigene Tor. Die Gäste wurden lediglich durch zwei blitzschnelle Konter gefährlich, sowohl Lo Presti, als auch später Kloude blieben im Eins gegen Eins mit Grödens Schlussmann Großgasteiger glücklos. Anschließend verflachte das Spiel. Erst ein Handgelenkschuss von Thomas Spinell, der an die Latte prallte, sorgte für einen Weckruf im Grödner Team, das nun nach einer kurzen Pause wieder die Spielgestaltung übernahm. Schaafsma und Wallenberg scheiterten an Terrazzano. Nach 18.25 musste sich der Mailänder Goalie aber erstmals geschlagen geben, als Schaafsma Benjamin Kostner in Szene setzte und dieser aus kürzester Distanz einschob. Somit ging Gröden mit einer 1:0-Führung in die erste Pause.
Im zweiten Drittel begannen beide Teams äußerst verhalten, ehe Mailand nach einigen Minuten erstmals aufs Gaspedal drückte. Zunächst nahmen die Lombarden das Grödner Tor im Powerplay unter Dauerbeschuss, dann, nach 27.32, traf Constant erstmals ins Schwarze. Der Mailänder gab Großgasteiger mit einem flachen Schuss von der blauen Linie das Nachsehen. Nur wenige Augenblicke später vergab Peruzzo alleinstehend vor dem Tor der Hausherren. Gegen Mitte des zweiten Drittels ließ Lo Presti den Südtiroler Fans mit einem Pfostenknaller erneut den Atem stocken. Gröden konnte sich nur schwer aus der Mailänder Umklammerung lösen und schaffte es selbst in Überzahl nicht, dauerhaft Druck auszuüben. Auf der Gegenseite sorgte Caletti mit einem erneuten schnellen Gegenzug für Gefahr. Großgasteiger rettete seinem Team aber mit einer weiteren starken Parade das 1:1.
Im dritten Spielabschnitt spitzte sich die Spannung zu: Beide Teams wagten sich jetzt nur mehr selten in die Offensive und verstrickten sich immer wieder in kräftezehrende Zweikämpfe in der Mitte der Eisfläche. Wunderer und Ansoldi tasteten sich jeweils vorsichtig an das gegnerische Tor. Für Gröden sorgte unterdessen Wallenberg mit zwei gefährlichen Szenen für die wenigen Höhepunkte. Während die Gastgeber die dritte Sirene herbeisehnten, drehte Mailand in den letzten drei Spielminuten noch mal richtig auf und kam dem Siegtreffer durch Klouda und Caletti zwei Mal äußerst nahe. Großgasteiger hielt seinen Kasten allerdings dicht und zwang die beiden Kontrahenten somit in die Verlängerung.
Die Mailänder Drangphase setzte sich zu Beginn der Overtime fort, doch allmählich fing sich Gröden wieder und schrammte mit Kevin Senoner und Schaafsma zwei Mal hauchdünn am Siegtreffer vorbei. Beide Mannschaften riskierten nun keine Strafminuten mehr und ließen den Puck schnell durch die eigenen Reihen laufen – am Ergebnis änderte dies allerdings nichts: Auch nach 20 Minuten der Verlängerung hielten beide Teams bei jeweils einem Treffer. In der Auftaktphase der zweiten Overtime musste Großgasteiger zwei Mal über sich hinauswachsen ehe die Mailänder nach 82.12 Minuten den Schlusspunkt unter das Spiel und die diesjährige Serie-A2-Meisterschaft setzten: Kapitän Migliore tankte sich durch und traf mit einem präzisen Schuss ins Kreuzeck. Es war dies der Todesstoß für den HC Gherdeina und gleichzeitig der Auftakt zur Mailänder Meisterfeier.


Serie A2 Skoda – Finale, Spiel 6 (best of seven) – Freitag, 6. April

(4) HC Gherdeina - (2) Hockey Milano Rossoblù 1:2 n.V. (1:0, 0:1, 0:0, 0:0, 0:1)
Mailand gewinnt die Finalserie mit 4:2


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